

Diese Gebiete unterscheiden die Berlin-Forscher der Hertie-Stiftung: Die Kreativquartiere rund um Mitte, Kreuzberg und Prenzlauer Berg sind der Sitz gut qualifizierter Zuzügler, die in Werbung oder Kultur arbeiten. Die bürgerlichen Statusgebiete liegen im Südwesten der Stadt, wo Berliner mit gutem Auskommen und festen Arbeitsplätzen leben. Sorgen über einen drohenden sozialen Abstieg gibt es vermehrt in Berlin Nord-West, zu dem etwa Spandau und Reinickendorf gehören. Die Migrationsquartiere sind Wedding und Neukölln wegen ihres hohen Anteils an Zuzüglern; sie werden als „proletarisch“ beschrieben. Der Grüne Ring Ost liegt im Norden und im Süden des früheren Ost-Berlins, wo viele Gewinner der Einheit leben. Die Ost-Berliner Plattenbau-Kultur mit Großsiedlungen wie Marzahn prägen „vermehrt materielle Probleme“. Hier siedeln sich auch viele osteuropäische Zuwanderer an. In Berlin Süd, Tempelhof und Steglitz zählen dazu, lebt der „behagliche Berliner Durchschnitt“.