

Um einen Überblick zu gewinnen, bietet es sich immer wieder an, das Ganze mal aus der Höhe zu betrachten. Für Berlin heißt das: Steigen Sie der Stadt aufs Dach. Dafür gibt es verschiedenen Möglichkeiten.
Gratis:
Erklimmen Sie den Teufelsberg, den Trümmerberg im Grunewald, der an der Teufelsseechaussee liegt, nicht weit von der S-Bahn-Station Heerstraße. Sie werden mit einem wunderbaren Blick belohnt.
Die Kuppel des Reichstagsgebäudes: Sir Norman Foster hat sich große Mühe gegeben, Berlinern, Neuberlinern und allen anderen einen Blick über die drei Zentren der Stadt zu bieten, als da sind: Ku'damm (City West), Potsdamer Platz und Alexanderplatz (City Ost). Sie fürchten sich vor der Schlange? Keine Angst, die beißt nicht. Meist geht es schneller als man denkt. Frühaufsteher und Nachteulen sind besonders gut dran. Morgens, wenn alle anderen noch beim Frühstück sitzen, sind Sie schon oben. Und wer schlaflos in Berlin ist, kann sich mit einem Blick über die nächtliche Stadt die nötige Bettschwere beschaffen.
Der Viktoriapark in Kreuzberg ist nicht die höchste Erhebung, aber die einzige, die einen Wasserfall aufzuweisen hat. Schinkels Monument ist ja auch einen Anblick wert, warum also nicht hier herauf. Extratip: Zu Silvester läßt es sich hier prima gucken.
Für Bares:
Wenn Sie bereit sind, ein bisschen Geld zu investieren, werden Sie reichlich belohnt. Die Siegessäule im Tiergarten verlangt allerdings auch etwas Anstrengung: Sie müssen Treppen steigen.
Einfacher ist der Panoramaaufzug im Kollhoff-Haus am Potsdamer Platz: Berlins schnellster Lift ist gleichzeitig der schnellste Aufzug Europas. Mit gut 30 km/h Spitze braucht er für das 90 Meter hohe Gebäude nur 20 Sekunden.
Ebenfalls mit einem Aufzug kommen Sie auf den Glockenturm am Olympiastadion: Auch hier wartet ein grandioser Rundblick auf Sie.
Der Fernsehturm bietet neben der Panorama-Etage noch das drehende Restaurant (eine ganze Runde dauert 30 Minuten): Gemütlich Kaffee trinken und die Stadt an sich vorbeiziehen lassen sind praktisch eins.
Selber herumlaufen müssen Sie am Funkturm. Hier dreht sich leider nichts.
Für wenig Geld:
Viele Kirchengemeinden machen ebenfalls den Weg gen Himmel frei, nicht nur im übertragenen Sinn: Turmbesteigungen werden oft mit Führung angeboten. Missioniert wird dabei in der Regel nicht. Für einen kleinen Obolus oder eine Spende kommen Sie nach oben. Aber bitte informieren Sie sich vorher im Gemeindebüro (die Telefonnummer finden Sie im Internet).
Ohne Bodenhaftung:
Noch fliegen die Rosinenbomber vom Flughafen Tempelhof. Wenn Sie das Originalgefühl erleben wollen, müssen Sie sich beeilen. Ab 1. November startet die Douglas DC-3 in Schönefeld.
Der Berlin Hi-Flyer startet im Ballon-Garten, nicht weit vom Checkpoint Charlie. In einer Gondel steigen Sie über die Dächer der Hauptstadt bis 150 m hoch.
Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben: Nur zu und hinauf. Vielleicht sehen wir uns ja mal über den Dächern von Berlin.
Eure Erklärbärin
Kommentare
Der totale Überblick
Ganz herzlichen Dank, liebe Erklärbärin. Du hast ja höhenmäßig voll den Durch- und wir jetzt wirklich total den Überblick. Berlin aus der Vogelperspektive: Da tun sich völlig neue Eindrücke auf.
Thomas Knuth