


Fast 250 Jahre lang, bis zum Zweiten Weltkrieg, war Berlin führendes Zentrum der medizinischen Forschung und Lehre, das reihenweise namhafte Wissenschaftler anzog: Rudolf Virchow, Robert Koch, Ferdinand Sauerbruch, Eduard Heinrich Henoch und Emil von Behring – um nur einige der bekannten Namen zu nennen. Die Zeugnisse dieser Geschichte sind, allen Kriegszerstörungen zum Trotz, vielfach heute noch zu besichtigen. Auch wenn Berlin die alte medizinische Vormachtstellung sicher nie wieder erreichen wird, gilt die Spree-Metropole heute als bevorzugter Austragungsort für medizinische Kongresse.
Wir führen Kongressbesucher, interessierte Mediziner, aber auch medizinische Laien zu den spannenden Orten der Berliner Medizingeschichte. Den Teilnehmern ermöglichen wir den Zugang zu den inneren Zentren des Medizingeschehens, wie z.B. der renommierten Berliner Charité, größtes Universitätsklinikum Europas, und verschaffen ihnen so einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der geschichtsträchtigen Orte.
Als Grundlage für die Führungen dient der gleichnamige Stadtführer »Das medizinische Berlin – Ein Stadtführer durch 300 Jahre Geschichte«, erschienenen im bebra.verlag. Mehr Informationen zum Buch finden sie hier.
Während die Geschichte der Charité im Jahre 1710 als Pesthaus beginnt, wird das heutige Klinikgelände von Bauten geprägt, die vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Bringt man die alten Steine zum Sprechen, erzählen sie von revolutionären Entdeckungen und tragischen Irrtümern. Sie zeugen von absoluter Hingabe an Forschung und Fortschritt, aber auch von Missbrauch und Neid, Missgunst und Intrigen. In einem zweistündigen Rundgang führen wir Sie in eine Zeit und in eine Welt, in der es oft buchstäblich um Leben oder Tod ging.

Vom berühmten »Charité-Turm« führt die Tour vorbei an der ehemaligen Kinderklinik zur Pathologie (R. Virchow), über das ehemalige Pockenhaus zur Nervenklinik (W. Griesinger) und zur Chirurgie (F. Sauerbruch), schließlich zu einem wenig bekannten Areal, auf dem sich die Anatomie der Universität und ein merkwürdiger »Medizin-Tempel« befinden. Robert Koch hat ganz in der Nähe geforscht und als erster den Erreger der Tuberkulose durch sein Mikroskop gesehen.
Die Lichtgestalten der Berliner Medizin werden Ihnen ebenso begegnen wie die »Ärzte im Schatten«, die sich zum Handlanger des Nazi-Regimes und viele Menschen in verbrecherischer Weise zum Material machten.
Alle Führungen können in Deutsch, Englisch, Italienisch oder auf Wunsch auch multi-lingual abgehalten werden. Teilen Sie uns einfach Ihre Anforderungen mit.

| Sprachen: | deutsch / englisch / italienisch |
| Termin: | nach Vereinbarung |
| Teilnehmer: | max. 25 Personen |
| Dauer: | 2 Stunden |
| Preis: | 250 Euro |

Anmeldungen und Anfragen nehmen wir gerne persönlich am Telefon oder einfach per E-Mail entgegen: